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Seilbahnlexikon

1. Seilbahnen in der Frühzeit

Ein festes Datum kann man als Geburtsstunde der Seilbahn nicht festlegen, jedoch geht aus historischen Dokumenten hervor, dass die ersten Konstruktionen, die zum Transport von Waren oder Personen ein Seil aufwiesen, bereits im Jahre 250 v. Chr. in China entstanden. Dabei handelte es sich um Weiterentwicklungen von Kränen, die die alten Griechen bereits 500 v. Chr. zum Transport von schweren Lasten verwendeten. In der Regel dienten derartige Anlagen, die mit Hanfseilen ausgestattet waren, zur Überwindung von tiefen Gräben. Neben den Hanfseilen wurden die Stützkonstruktionen meist aus Bambus gefertigt. Da die Bahnen von Hand betrieben wurden, waren Länge und Grösse stark begrenzt. Meist konnten Personen und Güter über wenige 100 Meter an Griffen, die mithilfe einer Rolle am Seil entlang glitten, befördert werden.

Diese Seilbahnen wurden im Laufe der Zeit weiterentwickelt und fanden ihren Weg aus dem fernen Osten nach Europa, wo im Mittelalter weitere Ideen zum Personentransport über Burggräben entstanden, jedoch vermutlich nie verwirklicht wurden.
1644 konstruierte der Niederländer Adam Wybe die erste funktionstüchtige Seilbahn, die grosse Mengen an Materialtransport zuliess. Das Funktionsprinzip dieser Anlage entspricht in etwa dem, was man heute als Umlaufbahn bezeichnet. Kleine Behälter wurden hintereinander an einem endlosen Förderseil, welches sich kontinuierlich bewegte, befestigt und erleichterten so den Bau des Festungsberges in Danzig.
1804 entstand der Vorläufer der heutigen Standseilbahn am Radhausberg in Bad Gastein (Österreich). Diese Bahn wurde zum Transport von Erz verwendet und erhielt ihre Antriebskraft durch ein Wasserrad.

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