Seilbahn-Blog

Leontica - Nara • Kult in Perfektion

29.12.2010

Leontica - Nara • Kult in Perfektion

Normalerweise gehe ich ja immer nach Österreich zum Skifahren. Da es dort die modernsten Anlagen, somit wenig Wartezeiten, komfortable Infrastruktur und breite Pisten gibt. Also ganz ehrlich, dass man nicht auf jedem Lift eine Sitzheizung und orange Hauben hat, ist ja noch gerade so verkraftbar. Aber was sich mir im Skigebiet Leontica bot, war wirklich unter jeder Akzeptanzgrenze. Zunächst ist da mal der Parkplatz, der sich viel zu weit unterhalb der Bahn befindet und eigentlich nur aus einer Strasse besteht. Alles viel zu eng, hier gehört definitiv ein Parkhaus hin. Ohne einen ebenirdischen Zugang zur Talstation der Zubringerbahn sehen die mich dort sicher nicht mehr. Und überhaupt, dass es in diesem Gebiet scheinbar nicht eine einzige Schneekanone ...

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Arosa • Moderne mit Retroakzenten

16.12.2010

Arosa • Moderne mit Retroakzenten

Bislang stand ich erst ein einziges Mal in Arosa auf Skis, was nun auch schon wieder sieben Jahre her ist. Damals hielt ich mich für einige Abfahrten im Zuge einer Tourenabfahrt von der Lenzerheide via Arosa und Tschiertschen dort auf. Seitdem kam ich im Sommer das einte oder andere Mal in Arosa vorbei, doch einen Skitag gab es nicht mehr. Grund genug also, dem meiner zweiten Heimat so nah gelegenen Kurort und Skigebiet wieder mal einen Winterbesuch abzustatten, gerade auch vor dem Hintergrund, dass seit dieser Saison eine neue alte Bahn am Tschuggen ihre Runden dreht. Ein Überblick über das Skigebiet von Arosa Das Skigebiet von Arosa besteht genau genommen aus zwei Gebieten, für die es auch zwei verschiedene Skipässe zu kaufen gibt. Neben ...

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Mit dem Charme der 50er Jahre • Flims - Cassonsgrat

14.10.2010

Mit dem Charme der 50er Jahre • Flims - Cassonsgrat

Flims war und ist ein geschichtsträchtiger Ort. Vor 10000 Jahren entstand die sonnige Terrasse durch das grösste bekannte alpine Bergsturzereignis, dem Flimser Bergsturz, bei dem zwischen 12 und 15 km³ Gestein den Talgrund des Vorderrheintals teilweise bis zu 800 Meter hoch verschütteten. Genau wie für die Geologie ist Flims aber auch ein geschichtsträchtiger Ort für den frühen Schweizer Skitourismus gewesen. Noch vor dem zweiten Weltkrieg entsteht im Büdner Kurort die erste Schweizer Skischule. Nachdem 1934 in Davos der erste Skilift der Schweiz eröffnet wird, ist es auch für Flims selbstverständlich, dass zum Wohl der Gäste früher oder später eine mechanische Aufstiegshilfe unumgänglich sein wird. Zunächst jedoch setzt der zweite Weltkrieg ...

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Italienische Seilbahnkunst in Rivera am Monte Tamaro

06.10.2010

Italienische Seilbahnkunst in Rivera am Monte Tamaro

Die Schweiz weist verglichen mit anderen Alpenländern bekanntlich eine sehr hohe Dichte an aussergewöhnlichen Bahnen und Unikaten auf. Egal ob bei Anlagen für den Skitourismus oder bei für andere Zwecke eingesetzte Bahnen, man trifft noch sehr häufig Produkte jenseits der Massenware an. Die Kabinenbahn am Monte Tamaro ist beides zugleich. Ein Massenprodukt ab Stange, und trotzdem in der Schweiz seit langer Zeit ein Unikat. Das Carlevaro-Kuppelsystem für Seilbahnen Um die Entstehung der Bahn nachvollziehen zu können, hilft ein Blick in die Geschichtsbücher der Seilbahnhistorie. 1949 erbaut Ugo Carlevaro in Alagna, einem kleinen Bergdorf oberhalb von Borgosesia im italienischen Piemont, seine erste Kabinenbahn. Carlevaros Idee ist ähnlich revolutionär ...

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Z Bydgoszczy na ?nie?k? • Von Bydgoszcz zur Schneekoppe

17.09.2010

Z Bydgoszczy na ?nie?k? • Von Bydgoszcz zur Schneekoppe

Ein paar Kilometer habe ich in meinem Leben ja durchaus schon zurückgelegt. Die allermeisten davon in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ab und an ergab sich bislang aber glücklicherweise auch mal eine Gelegenheit, in etwas ferner gelegene Länder zu reisen. Im letzten Jahr hatte ich das Glück, mit einem Bekannten einige Seilbahnen in der Slowakei unsicher zu machen. Für einen Geschäftstermin musste mein Vater Anfang September diesen Jahres kurzfristig nach Bydgoszcz. Die konsonantenreiche Schreibweise des Namens verrät bereits, dass es sich hierbei um eine osteuropäische Stadt handelt. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich zuvor noch nie etwas von diesem Ort gehört hatte. Nach einem Blick auf die Landkarte war ich etwas schlauer. ...

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Val Bargaja • Schwindelfrei zum Albigna-Stausee

09.07.2010

Val Bargaja • Schwindelfrei zum Albigna-Stausee

Zwischen Chiavenna und dem Malojapass gelegen befindet sich der grösste, obere Teil des Bergells - oder wie im dortigen Dialekt, Val Bargaja genannt - auf Schweizer Boden im Kanton Graubünden. Im Albignatal, einem Seitental des Bergells, wird der Albignasee durch eine Staumauer gesperrt, die zur Stromerzeugung dient und unter anderem die Energieversorgung des Bergell herstellt. Die Konzession dafür besitzt das Eletrizitätswerk Zürich (EWZ), welches auch einige andere Kraftwerke im Bergell betreibt. Die Seilbahn von Pranzaira nach Albigna Zum Bau der Staumauer Albigna wurde 1956 eine Seilbahn von der Firma Habegger erstellt. Diese diente in den frühen Jahren den Bauarbeitern am Staudamm. Doch schon bald entdeckte man auch das touristische Potential ...

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Flims - Laax - Falera • Modern und doch kultig?

06.04.2010

Flims - Laax - Falera • Modern und doch kultig?

Im Zeichen eines grossen Naturereignisses steht die gesamte Hochebene rund um Flims - Laax. Nach dem Flimser Bergsturz und der darauf folgenden Aufstauung des Rheins durch die Geröllmassen entstand die Sonnenterrasse oberhalb von Ilanz. Natürlich kommt Flims nicht an die landschaftliche Klasse mancher Walliser Skigebiete heran. Aber dennoch ist der heute noch deutlich sichtbare Abbruch imposant, ebenso wie die schön zu sehende Glarner Hauptüberschiebung an den Tschingelhörnern. Wirklich hautnah heran kommt man an diese Naturschauspiele aber nicht. Das Skigebiet Flims - Laax - Falera Der Grossteil des Skigebietes spielt sich eher auf den etwas sanfteren Hängen unterhalb der hochalpinen Gebirgszüge ab. Mit Ausnahme des Cassonsgrates, dem Freerideeldorado ...

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Gstaad - Rougemont - Saanen • Mondänes Mittelmass

13.03.2010

Gstaad - Rougemont - Saanen • Mondänes Mittelmass

Viel verrückter als für einen Tag in ein 400 Kilometer entferntes Skigebiet zu fahren geht es wohl kaum noch, wird sich mancher Leser des Moléson-Berichts gedacht haben. Aber es geht noch eine Nummer verrückter. Nämlich an diesem einen Tag noch in ein zweites Skigebiet zu fahren! Gut eine Stunde nach Aufbrechen in Moléson-Village erreiche ich die Talstation der Eggli-Bahn in Gstaad. Doch was zieht es mich in diese Chalet-Hochburg? Genaugenommen herzlich wenig. Denn genau genommen geht es nur um eine Bahn, die gute drei Kilometer von Gstaad entfernt liegt. Die Kabinenbahn Rougemont-Quoquaire-Videmanette. Spektakuläre Kabinenbahn zur Videmanette Eine kurze Rückblende. 2006 stand ich Mitte Juli bereits einmal an der Talstation der besagten Bahn. ...

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Nostalgie am Moléson • Vers le Soleil

13.03.2010

Nostalgie am Moléson • Vers le Soleil

Ein verrücktes Unterfangen. Vielleicht sogar zu verrückt, dass es ein normal denkender Mensch verstehen könnte. Zwei Skilifte, eine Standseilbahn, eine Luftseilbahn. Um 5.45 Uhr schellt der Wecker. Keine 5 Stunden später stehe ich rund 400 Kilometer von der Heimat entfernt an der Talstation der Standseilbahn Plan Francey in Moléson-sur-Gruyères. Seit Mitte Januar warte ich auf diesen Moment, auf einen Samstag mit strahlendem Sonnenschein. Und nun ist es endlich soweit. Der Reihe nach. Schon zwei Jahre zuvor stand ich einmal an dieser Talstation, doch damals unter denkbar anderen Voraussetzungen. Quasi als Notlösung wegen skiuntauglichen Wetters entschied ich mich, vom Wallis aus einen Ausflug zum Moléson zu machen. Schon damals wurde gemunkelt, ...

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Splügen • Die Perle des Hinterrheins

27.12.2009

Splügen • Die Perle des Hinterrheins

Zwei Schlepplifte von Splügen zur Tanatzhöhi Die Geschichte des Skiortes im Hinterrheintal, Splügen, beginnt im Sommer 1960 mit dem Bau zweier Skilifte auf die Tanatzhöhe, rund 700 Meter oberhalb vom Dorf gelegen. Etwas ausserhalb positioniert und vom wachsenden Dorf nicht betroffen stellt die Firma Städeli für die Wintersaison 1960/1961 zwei Anlagen bereit. Dabei greift sie auf die Skiliftpläne von Theo Brunner zurück, der zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr bei Städeli arbeitet. Während die erste Sektion knapp 300 Meter hinauf führt, ist die zweite Anlage wesentlich steiler und überwindet gut 350 weitere Höhenmeter bis zur Bergstation. Den steilen, schattigen und somit oft vereisten Nordhang überwinden nur die erfahrenen Skiläufer und ...

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