Seilbahn-Blog

Mit der Wallbergbahn hoch über dem Tegernsee

12.07.2019

Mit der Wallbergbahn hoch über dem Tegernsee

Seit Jahrhunderten zählt der Tegernsee in den bayerischen Alpen zu den beliebtesten Freizeit- und Ausflugsgegenden Süddeutschlands. Die Lage inmitten der ersten hohen Alpengipfel und die gute verkehrstechnische Anbindung an den Raum München machen die Region für Erholungssuchende besonders attraktiv. So ist es nicht wirklich erstaunlich, dass man sich bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Gedanken darüber macht, durch zusätzliche Attraktionen weitere Touristen anzulocken. Unter anderem kommen erste Überlegungen auf, die Bergwelt rund um den Tegernsee bequem per Seilbahn zugänglich zu machen. Im restlichen Alpenraum, insbesondere aber in der benachbarten Schweiz, sind derartige Anlagen immer häufiger anzutreffen. Dort sind es meist ...

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Die Brauneckbahn in Lenggries und ihre Geschichte

05.07.2019

Die Brauneckbahn in Lenggries und ihre Geschichte

Schon in den 1920er Jahren trifft man in den bayerischen Voralpen erste Wintersportler an, die die weitläufigen Hänge für ein Vergnügen auf zwei Brettern zu schätzen wissen. Der Grossraum München liegt nicht weit entfernt – und auch die Verkehrsanbindung ist bereits zu dieser Zeit gut. So sind es nicht nur Einheimische, die sich zu dieser Zeit rund um das Brauneck oberhalb der Ortschaft Lenggries tummeln. Unweit von Bad Tölz gelegen bietet das Brauneck einen der schneesichersten Hänge der Region. Doch eine Abfahrt ist stets mit einem beschwerlichen dreistündigen Aufstieg verbunden. So werden die Rufe nach einer Aufstiegshilfe nach dem Zweiten Weltkrieg immer lauter. Im benachbarten Tegernseer Tal und am Spitzingsee nehmen zu Beginn der 50er ...

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Die zwei Welten des Skigebiets Savognin - Martegnas - Cartas

23.03.2019

Die zwei Welten des Skigebiets Savognin - Martegnas - Cartas

Dieses Licht, diese Weite. Fast möchte ich einfach nur hier oben verweilen. Während unten im Tal bereits die saftig grünen Wiesen zu blühen beginnen, herrscht hier oben am Berg noch immer tiefster Winter. Frisch verschneite, nahezu unverspurte Hänge liegen unter mir. Den ganzen Tag über ist nicht wirklich viel Andrang gewesen. Aber jetzt stehe ich ganz alleine in der Nachmittagssonne auf dem Piz Cartas und blicke in das Val Carschung hinab, während hinter mir die letzten leeren Bügel den Gipfel erklimmen. Eine Wiederholungsfahrt werde ich noch schaffen. Dann gilt es auch für mich, den Weg zurück ins Tal anzutreten. Nach dem mehr anstrengenden als genussvollen Grosskampftag am Arlberg einen Tag zuvor sind die Eindrücke eine Wohltat. Mein ...

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Ski Arlberg - St. Anton-Lech-Zürs • Tücken eines Grossskigebiets

22.03.2019

Ski Arlberg - St. Anton-Lech-Zürs • Tücken eines Grossskigebiets

Mein Vordermann vergräbt das Gesicht in seinen Händen. Mir geht es nicht anders. Seit einer knappen Viertelstunde stehen wir in der Warteschlange an der Kasse. Und jetzt, so kurz vor dem Ziel, befindet sich natürlich wieder der eine Reiseleiter vor uns, der für eine Gruppe von zwei Dutzend Personen Wochenkarten kaufen muss. Kreuz und quer für Erwachsene, Kinder, Senioren. Formulare wandern über den Drehteller hin und her, Ausweise werden gescannt und Tickets bedruckt. Aber natürlich gibt es Probleme. Jetzt wird erst einmal telefoniert. Es ist zum Haareraufen. Irgendwann fruchtet die Rücksprache mit der Zentrale dann doch noch. Bestückt mit einem Stapel Karten zieht der Mittvierziger in seinem quietschbunten Overall schimpfend und kopfschüttelnd ...

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Zuoz • Engadiner Kleinod mit Charme

12.03.2019

Zuoz • Engadiner Kleinod mit Charme

Neun Mal schlägt die Glocke der Dorfkirche in ihrem steinernen Turm. Längst ist die Sonne hinter den Bergen aufgegangen und taucht das alte Gemäuer in ein warmes Vormittagslicht. Wäre da nicht der Schnee, der auf den Dächern der rötlichen und braunen Steinbauten rund um den Dorfplatz in der Sonne glitzert, könnte es auch der Anbruch eines warmen Sommertages sein. Doch der Schein trügt. Das Quecksilber des Thermometers klettert an diesem Morgen nicht einmal bis zur -10°-Marke. Nach den intensiven Schneefällen der letzten Nacht gleicht der Talgrund einer unberührten Märchenlandschaft. Schneebedeckte Fahrbahnen verbinden die verstreuten Dörfer, die wie Oasen in einer weissen Wüste erscheinen. Nicht weit entfernt davon hat der Massenansturm auf ...

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Flims-Laax-Falera • Revolution am Berg?

24.02.2019

Flims-Laax-Falera • Revolution am Berg?

Es ist also tatsächlich so gekommen wie befürchtet. Ich sitze auf der Parsennhütte im gleichnamigen Davoser Skigebiet und sehe mir interessehalber den Öffnungsstatus der Anlagen in Flims-Laax an. Dort habe ich den Skitag eigentlich verbringen wollen, doch der starke Nordostwind hat mich zweifeln lassen. Und die Zweifel sind berechtigt. La Siala und der Vorabgletscher sind den Vormittag über wegen Sturm geschlossen und erst seit wenigen Minuten offen. Entsprechend katastrophal fallen die Wartezeiten an den anderen Bahnen aus. Planungen für einen optimalen Skitag Ein Glück, dass ich meinem Instinkt gefolgt bin und die Reihenfolge der beiden Skitage getauscht habe. So geht es also nicht am Samstag nach Flims-Laax, sondern erst am darauffolgenden ...

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Davos - Parsenn - Gotschna • Alte Liebe rostet nicht

23.02.2019

Davos - Parsenn - Gotschna • Alte Liebe rostet nicht

Gebannt blicke ich auf den Bildschirm, während ich mir noch ein Stück Gipfeli genehmige. Es ist Samstagmorgen, kurz vor halb acht. Die Nacht war kurz, doch angesichts des bevorstehenden Tages bin ich schon zu dieser frühen Stunde voller Tatendrang. Nach einem vom Winde verwehten Auftakt zu einem verlängerten Wochenende am Vortag stehen die Zeichen gut für einen sonnigen Skitag in den Bündner Bergen. Nach vielen Jahren Abstinenz ist das Skigebiet Arosa-Lenzerheide für den Winter 2018/2019 wieder dem Topcard-Verbund beigetreten. Als Saisonkarteninhaber kann ich daher auch beliebig oft in die benachbarten Skigebiete von Flims-Laax und Davos-Klosters aufbrechen. Das möchte ich bei der nun bereits fortgeschrittenen Saison zum ersten Mal in diesem ...

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Mit der Nostalgie-Sesselbahn von Edenkoben zur Rietburg

06.11.2018

Mit der Nostalgie-Sesselbahn von Edenkoben zur Rietburg

Die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland. Nachkriegszeit, Wirtschaftswunder und steigender Wohlstand. Um an dem aufkommenden Tourismus teilhaben zu können, machen sich viele kleinere und grössere Städte und Dörfer Gedanken über mögliche Attraktionen. In den Alpen blüht der Ski- und Wandertourismus auf. Und mit ihm werden unzählige Skilifte und Sesselbahnen gebaut. In der Mitte Deutschlands sind die hohen Berge rar gesäht. Skifahren ist im Hochwinter in den Mittelgebirgen möglich, aber nicht vergleichbar mit dem Süden der Bundesrepublik. Dennoch weiss man an Rhein und Mosel Seilbahnen als Tourismusmagnete zu nutzen. Es kommt zu einem regelrechten Bauboom in den 50er Jahren. Es scheint, dass nahezu jeder schöne Aussichtspunkt ...

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Die Sesselbahn auf den Stöckerkopf in Baiersbronn

31.10.2018

Die Sesselbahn auf den Stöckerkopf in Baiersbronn

Einige Kilometer nordwestlich von Freudenstadt liegt die Gemeinde Baiersbronn im Nordschwarzwald. Gemessen an der Fläche ist sie nach der Landeshauptstadt Stuttgart die zweitgrößte Gemeinde des Landes Baden-Württemberg. Bekannt ist Baiersbronn aber nicht in erster Linie hierfür, sondern vor allem für seine Spitzengastronomie. Die Anzahl an Sterne-Restaurants auf so kleinem Raum ist deutschlandweit nirgendwo größer als in dem Dorf im Schwarzwald. Baiersbronn und der Stöckerkopf Doch auch in Sachen Seilbahnen hat Baiersbronn eine äußerst interessante Anlage zu bieten. Südwestlich des Dorfkerns führt eine Sesselbahn von der Nordseite auf den Stöckerkopf. Bereits in den Jahren vor dem Bau der Anlage hatte sich der Nordschwarzwald zu einem ...

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Ruhestein im Schwarzwald - Deutschlands letzter Kombilift

28.10.2018

Ruhestein im Schwarzwald - Deutschlands letzter Kombilift

Seit dem 13. Jahrhundert führte ein Saumpfad über die heutige Passhöhe zwischen dem Murgtal im Osten und dem Achertal im Westen des Nordschwarzwalds. Der Weg diente als Verbindung der Klöster Reichenbach und Allerheiligen durch das Rotmurgtal. Auf der Passhöhe fand sich ein großer Stein, auf dem die Reisenden ihre Traglasten ablegen und sich von den Mühen des Aufstiegs erholen konnten. Dieser Ruhestein gab der Passhöhe ihren Namen. Bis in die 1870er Jahre hinein stellte die Passhöhe die Grenze zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg dar. Das erste Gebäude auf dem Pass entstand während dieser Zeit für Straßenbauarbeiter. Die Baracke wurde später zur Fuhrmannschenke ausgebaut und 1882 in ein Höhenkurhaus umgebaut. Damit ...

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