Seilbahn-Blog

Zeuge der Anfänge des Skisports – Der Schlepplift Chabataron

31.08.2018

Zeuge der Anfänge des Skisports – Der Schlepplift Chabataron

Der Skisport befindet sich in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch in seiner Anfangszeit. Nach Krieg und Wirtschaftskrise beginnt der Tourismus in Europa zu florieren. Und mit ihm strömen immer mehr Menschen in die Berge, um dort im Winter Schnee und Sonne zu genießen. Verbunden sind die geliebten Abfahrten im Pulverschnee aber mit langen, beschwerlichen Aufstiegen. 1934 ist es, als sich ein junger Jean Pomagalski Gedanken darüber macht, wie man diesen mühsamen Aufstiegen ein Ende setzen könnte. Bereits knapp drei Jahrzehnte zuvor war es dem Tüftler Robert Winterhalder im Schwarzwald gelungen, eine erste derartige Idee auf seinem Hof in Schonach umzusetzen. Die Konstruktion ermöglichte es, Skifahrer und Schlittler durch Haltevorrichtungen ...

Weiterlesen ...



Seilbahngeschichte in Les Deux Alpes

30.08.2018

Seilbahngeschichte in Les Deux Alpes

Sind Alpen ein zählbarer Begriff? Mindestens zwei davon scheint es jedenfalls zu geben – nämlich in Les Deux Alpes, einem Retortenskigebiet in den französischen Alpen. Unweit der Alpenmetropole Grenoble und in Sichtweite der weltbekannten Alpe d‘Huez gelegen erfreut sich Les Deux Alpes einem breiten Einzugsgebiet. Skifahrer und Winterliebhaber aus der ganzen Welt nehmen die Anreise über die Serpentinen von Mont-de-Lans zu den Hochhäusern im paradox daherkommenden Chaletstil und anderen Architekturhöhepunkten in Angriff. Sommerski in Les Deux Alpes Wo im Winter tausende mit geschulterten Skiern durch die verschneiten Straßen von ihren zum Verwechseln ähnlichen Appartements zu den Talstationen der Seilbahnen laufen, geht es im Sommer ähnlich ...

Weiterlesen ...



Mythos La Grave – Zwischen Himmel und Meije

29.08.2018

Mythos La Grave – Zwischen Himmel und Meije

Die Rollen schnalzen auf dem frisch gefetteten Seil. Langsam öffnet sich eine Tür nach der anderen. Ganz behutsam umfahren die vier orange bis gelb farblich abgestuften Kabinen die Umlenkscheibe in der Talstation. Ein kurzer Halt, dann geht es weiter. Hinauf bis in 3200 Meter Höhe. Seit 1976 ist das so in La Grave – dem vielleicht letzten echten Bergsteigerdorf und Alternativskigebiet in den französischen Alpen. La Grave - Bergsteigerdorf und Alternativskigebiet Schon am Eingang des Ortes, der an der Passstraße zum Col du Lautaret liegt, ist der Charme des altehrwürdigen Dorfes zu spüren. Das Leben spielt sich hier hauptsächlich an der einzigen größeren Durchgangsstraße ab. Hotels, Bäckereien und andere Geschäfte reihen sich entlang der Hauptstraße. ...

Weiterlesen ...



Gratis-Gondeln im Espace Killy – Val d‘Isère – Tignes

27.08.2018

Gratis-Gondeln im Espace Killy – Val d‘Isère – Tignes

La Capitale du Ski d‘Été – die Marketingabteilung von Tignes hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Dass das Skigebiet rund um die 3600 Meter hohe Grande Motte zu den beeindruckendsten Sommerskigebieten der Alpen und der Welt zählt, ist unbestritten. Doch von einer Hauptstadt darf man erwarten, dass sie das ganze Jahr über erreichbar ist. In Tignes ist das nicht der Fall. Sommerski findet hier in den Monaten Juni und Juli statt. Danach verfallen die Seilbahnanlagen in den Sommerschlaf. Dabei haben Tignes und Val d‘Isère – der Espace Killy – so viel mehr zu bieten als es der einseitige Werbespruch suggeriert. Sommerski in Tignes und Val d'Isère Zum einen wäre da die Tatsache, dass das Skigebiet noch ein zweites Sommerskiareal besitzt – der Pissailas-Gletscher ...

Weiterlesen ...



La Plagne - Eine Retortenstation aus dem Bilderbuch

27.08.2018

La Plagne - Eine Retortenstation aus dem Bilderbuch

Früh ist es, als ich nach einer kalten Nacht am Kleinen Sankt Bernhard über die Grenze nach Frankreich fahre. Ein paar Fischer haben sich an diesem Montag Morgen am Lago Vernet eingefunden, um ihr Glück zu versuchen. Ich will mein Glück dagegen rund 50 Kilometer weiter westlich in La Plagne versuchen. Das Retortenskigebiet zählt seit der Verbindung mit Les Arcs zu den größten in Frankreich und weiß mit allerlei Annehmlichkeiten zu locken. Vom Supermarkt über den Ski-Shop bis hin zur Apotheke, in den Planstädten der französischen Berge mangelt es an nichts. Selbstverständlich dürfen auch die Hochhausschluchten mit ihren Appartements im 70er-Jahre-Stil nicht fehlen. In den Planstädten der französischen Berge mangelt es an nichts Die heile ...

Weiterlesen ...



Super Saint Bernard - Sagenumwobene Ruinen in den Schweizer Alpen

26.08.2018

Super Saint Bernard - Sagenumwobene Ruinen in den Schweizer Alpen

Wer durch den Tunnel am Großen Sankt Bernhard im Schweizer Kanton Wallis fährt, der wird die okkafarbenen Gebäude am Wegesrand nicht wahrnehmen. Wer den Weg über den nur im Sommer geöffneten Pass einschlägt, dem stechen die Häuser von Bourg Saint-Bernard auf der linken Seite dagegen gleich ins Auge. Die großen roten Schriftzüge „Café – Restaurant“ an der Hauswand locken vielleicht so manch einen, an dieser Stelle eine kurze Pause auf dem Weg zum Pass einzulegen. Doch Speisen und Getränke gibt es hier schon lange nicht mehr. Größer, höher, weiter als alles bis dahin gesehene 1962 wird der Tunnel am Großen Sankt Bernhard eröffnet und ermöglicht damit eine wintersichere Verbindung zwischen dem Genfer See und dem Wallis in der Schweiz ...

Weiterlesen ...



Les Marécottes – Habe die Ehre, Giovanola!

26.08.2018

Les Marécottes – Habe die Ehre, Giovanola!

Giovanola – jedem Seilbahnfan dürfte dieser Name ein Begriff sein. Jene Firma ist es, die 1949 eine der weltweit ersten automatischen Kuppelklemmen für Einseilumlaufbahnen patentieren lässt. Der Erfinder Marc Dumour versucht noch im selben Jahr, seine Idee bei einem Prototyp im französischen Thollon-les-Mémises am Genfer See in der Praxis umzusetzen. Der Versuch scheitert, die Klemme funktioniert nicht. Das System Giovanola - ein Meilenstein in der Seilbahngeschichte Doch nach einigen Feinarbeiten und Anpassungen soll die Bahn im Jahr darauf dann doch noch in Betrieb gehen. Ebenfalls 1950 folgt die erste solche Anlage auf Schweizer Boden in Verbier. Es soll erst der Anfang werden. Nach den ersten Bahnen unweit des Firmenstandorts Monthey im ...

Weiterlesen ...



Eine Hommage an die Männlichenbahn in Grindelwald

08.07.2018

Eine Hommage an die Männlichenbahn in Grindelwald

Grindelwald, Mitte der 70er Jahre. Seit vielen Jahrzehnten ist das Bergdorf ein Touristenmagnet in den Berner Alpen. Am Fusse der majestätischen Eigernordwand gelegen, unweit des weltbekannten Dreigestirns aus Eiger, Mönch und Jungfrau, lockt Grindelwald im Sommer wie im Winter Gäste aus aller Welt an. Bereits 1908 wurde mit der Eröffnung des Wetterhornaufzugs, der ersten öffentlichen Luftseilbahn der Schweiz, das Zeitalter der Bergerschliessung durch Seilbahnen eingeläutet. Zur Wintersportgeschichte in Grindelwald Eine lange Lebensdauer hat das Erstlingswerk nicht. Ohnehin läuft dem nie vollständig fertiggestellten Wetterhornaufzug ab 1912 die Zahnradbahn auf das Jungfraujoch den Rang ab. Auch von Grindelwald aus ist der Gipfel über die Zahnradbahn ...

Weiterlesen ...



Chur - Brambrüesch • Wandern und Seilbahnnostalgie

07.07.2018

Chur - Brambrüesch • Wandern und Seilbahnnostalgie

Chur – Hauptort des Kantons Graubünden und die älteste Stadt der Schweiz. Mit ihrer malerischen Altstadt und der Lage inmitten der Bündner Berge ist die Stadt am Rhein bereits eine Reise wert. Um aber auch einen bequemen Zugang zu ebendiesen Bergen zu ermöglichen, entschied man sich Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts dazu, eine Seilbahn zur Erschliessung der Bergwelt zu errichten. Zu diesem Zeitpunkt waren in den umliegenden Bergtälern bereits zahlreiche seilgezogene Aufstiegshilfen für Wanderer und Skifahrer entstanden. Auch die Stadt Chur wollte mit dem Bau eines eigenen Skigebiets daher nicht länger warten. Erschliessung des Skigebiets Brambrüesch in den 50er Jahren So begann man 1957 mit dem Bau zweier Luftseilbahnen ...

Weiterlesen ...



Grimentz - Zinal • Begeisterung im Val d'Anniviers

08.04.2018

Grimentz - Zinal • Begeisterung im Val d'Anniviers

Der Wetterbericht hat Recht. Leider. Anders als gestern Morgen weht die Fahne auf dem Haus gegenüber von meiner Unterkunft in Visp im Wind. Der Föhn ist da und mit ihm ein paar hohe Schleierwolken, die das Rhônetal in ein diffuses Morgenlicht tauchen. Noch ist es früh an diesem Sonntag Morgen. Die Baustelle an der Strasse nach Bürchen, an der in der Nacht zum Samstag im Scheinwerferlicht gearbeitet wurde, ist verwaist. Überhaupt ist Visp völlig ausgestorben, als ich gegen 7 Uhr aufbreche. Lange habe ich überlegt, wo es heute hingehen soll. Risikoabwägungen durchgeführt. Wird der Föhn so stark sein, dass er den Seilbahnbetrieb im Wallis beeinträchtigt? Und wenn ja, in welches Gebiet fährt man dann am besten. Mein Wunschziel wäre Zermatt. Aber ...

Weiterlesen ...