Vöest

Nach dem Zweiten Weltkrieg werden die bestehenden und ursprünglich militärisch genutzten Fabriken und Stahlwerke im oberösterreichischen Linz wieder aufgebaut und fortan für zivile Zwecke genutzt. Die Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerke (Vöest) decken daraufhin verschiedenste Bereiche der Stahlproduktion ab, darunter ab den 1950er Jahren auch den Bau von Seilbahnen.

Die Vöest konzentrieren sich auf dem Gebiet der Seilbahnen vorwiegend auf Standseilbahnen und Luftseilbahnen mit Pendelbetrieb. Die erste Anlage nimmt im Gebiet Dachstein-Krippenstein im oberösterreichischen Hallstatt 1951 den Betrieb auf, zahlreiche weitere beeindruckende Anlagen entstehen in der Folge in ganz Österreich. Neben den Pendelbahnen greifen die Vöest in den 1950er Jahren in Lizenz auch auf das von Georg Wallmannsberger entworfene Zweiseilumlaufbahnsystem für Personentransporte zurück.


Luftseilbahn mit Pendelbetrieb von Vöest am Kitzbüheler Horn.

Luftseilbahn mit Pendelbetrieb von Vöest am Kitzbüheler Horn.

Luftseilbahn mit Pendelbetrieb von Vöest am Kitzbüheler Horn.


Zweiseilumlaufbahn von Vöest nach dem System Wallmannsberger in Gmunden.

Zweiseilumlaufbahn von Vöest nach dem System Wallmannsberger in Gmunden.

1973 fusionieren die Vöest mit dem steirischen Unternehmen Alpine Montan zu Vöest Alpine. Nach dem anfänglichen Aufschwung gerät das staatlich geführte Unternehmen Ende der 1980er Jahre aber zunehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die letzten Seilbahnen werden 1988 gebaut. Anfang der 1990er Jahre erfolgt die Aufteilung und Privatisierung des Unternehmens, woraufhin unter anderem die Produktion von Seilbahnen eingestellt wird.