Aktuelles Andermatt

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Jannik
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Aktuelles Andermatt

Beitrag von Jannik » Mo, 18.12.2017, 17:40

Die erste Bauetappe der Skiarena Andermatt Sedrun steht kurz vor der Vollendung. Nächstes Jahr wird noch die letzte der Verbindungsbahnen (Schneehüenerstock) gebaut und somit kann man von Andermatt über den Nätschen/Oberalppass nach Sedrun fahren. Ich habe im neuen Pistenplan vergebens die 4-SBK gesucht, es ist eigentlich eine recht neue Bahn, welche die oberen Pisten am Nätschen gut erschlossen hatte. Weis jemand etwas betreffend der Sesselbahn Nätschen-Stöckli? Wird die abgebaut oder weiter betrieben? :?:
Ausbauetappen Pistenplan: https://cdn.snowplaza.nl/content/Winter ... /11588.jpg
Aktueller Pistenplan: http://www.skiarena.ch/typo3temp/_proce ... f35ff5.jpg

Und ich habe gelesen Sawiris plant eine weitere Verbindung mit Disentis, wisst ihr etwas genaueres und was haltet ihr davon.
Hier der Link: http://www.luzernerzeitung.ch/nachricht ... 97,1133542

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Felix
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Re: Aktuelles Andermatt

Beitrag von Felix » Mo, 18.12.2017, 18:47

Die Bahn steht noch unverändert, wird aber diesen Winter voraussichtlich nicht in Betrieb genommen. Meines Wissens muss sie mittelfristig rückgebaut werden, als "Ausgleich" für die neue Kabinenbahn. Da aber für Wiederholungsfahrten die Sesselbahn für Skifahrer praktischer ist als die Kabinenbahn, überlegt man wohl noch, ob man sie nicht doch weiterhin in Betrieb lässt. Wenn du mich fragst, ist es die übliche Salamitaktik. Wenn die Verbindung nach Sedrun erstmal fertig ist, wird man plötzlich merken, dass die Sesselbahn doch viel wichtiger ist als angenommen und dann bleibt sie stehen. Was dann irgendwann mal den Umweltverbänden versprochen wurde, ist irrelevant. Hat anderswo auch schon funktioniert ;).

Langfristig wird auch kein Weg an einer Verbindung mit Disentis vorbei führen. Um konkurrenzfähig - insbesondere auch gegenüber dem Ausland - zu bleiben, müssen sich die Skigebiete zusammenschliessen. Aus meiner Sicht haben wir eine vergleichbare Situation wie vor 30 Jahren. Die kleineren bis mittelgrossen Skigebiete, die damals den Zug verpasst haben, ihre Anlagen zu modernisieren, kämpfen heute fast alle ums Überleben (wenn sie überhaupt noch existieren). Und wer von diesen kleinen bis mittelgrossen Skigebieten heute den Zug verpasst, sich mit einem anderen Gebiet zusammenzuschliessen, der wird es in Zukunft ähnlich schwer haben. Müssen ja nicht unbedingt Seilbahnen sein, es können auch strategische oder wirtschaftliche Partnerschaften sein. Wichtig ist nur, dass man von dem immer noch vorherrschenden Konkurrenzdenken loskommt und gemeinsam an einem Strang zieht. Auch wenn mir die kleinen Gebiete viel lieber sind, für die Masse zählt oft nur die Anzahl Pistenkilometer. Und derartige grosse Skiverbunde können als Motor einer ganzen Region auch für einen positiven Einfluss bei den verbliebenen kleinen Gebieten sorgen.
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