Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Aktuelle Ereignisse, Planungen und Baudokumentationen zum Thema Seilbahnen und Berginfrastruktur.

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Felix
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Felix » So, 27.11.2011, 14:21

Brandaktuell:

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichte ... heide.html
SR DRS hat geschrieben:Ja zu Skigebietsverbindung Arosa - Lenzerheide

Mit der notwendigen Ortsplan-Revision waren 57,7% der Stimmberechtigten einverstanden. Die Stimmbeteiligung betrug 63,5%. Nun wird das Planungs- und Konzessionsverfahren begonnen. Für die Skigebietsverbindung sind 3 neue Bahnen geplant.
Geht doch :mrgreen:
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Schöditaz
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Schöditaz » So, 27.11.2011, 15:06

Sehr schön :D . Hoffen wir, dass die Davoser nächstes Jahr gleichgesinnt sind und der Verbindung Jakobshorn - Rinerhorn zustimmen.

Aber eines verstehe ich nicht ganz: Wieso rupft man dann die Schwarzhorn- Sesselbahn ab? Der obere Teil wird ja nicht wieder erschlossen. Auf der Aroser Seite geht es ja auch ohne Abreissen von Anlagen :denken:

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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von ProfiSuisse » So, 27.11.2011, 15:52

Also, Sesselbahn Schwarzhorn und Skilift Weisshorn 2 werden abgerissen. Es werden 2 neue Sesselbahnen mit Wetterschutzhauben gebaut.

Informationen, klick hier!
Zuletzt geändert von ProfiSuisse am Sa, 11.02.2012, 16:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Felix » So, 27.11.2011, 21:43

Schöditaz hat geschrieben:Aber eines verstehe ich nicht ganz: Wieso rupft man dann die Schwarzhorn- Sesselbahn ab? Der obere Teil wird ja nicht wieder erschlossen. Auf der Aroser Seite geht es ja auch ohne Abreissen von Anlagen :denken:
Nun, dass die Schwarzhornbahn abgebaut wird, ist nicht weiter verwunderlich, denn der eigentlich interessante Skihang wird ja weiterhin von der neuen Achse erschlossen. Diese hat auch wegen ihrer Verbindungsaufgabe nach Arosa eine entsprechend hohe Förderleistung, sodass die der Sesselbahn Schwarzhorn nicht mehr benötigt wird. Letztendlich geht hierdurch aber nur der (eher uninteressante) erste kurze Hang sowie der Querweg verloren. Allerdings wird der Bereich auch von der zukünftigen Bergstation realtiv unproblematisch erreichbar sein, sodass hier sicher ein schönes Terrain zum Freeriden zugänglich wird.

Sicher ist der Wegfall von Bahnen aus seilbahntechnischer Hinsicht immer sehr schade, sind sie doch - egal aus welcher Epoche - ein wertvolles Zeitdokument. Allerdings muss man in diesem Fall aber auch sehen, dass hier keine wirklich nostalgische Anlage abgebaut wird, denn sowohl der Skilift Weisshorn 2 als auch die Sesselbahn Schwarzhorn sind Massenprodukte aus ihren jeweiligen Jahrzehnten, die es auch heute noch zu Hauf anderswo zu sehen gibt. Zudem glaube ich kaum, dass die Sesselbahn Schwarzhorn auf dem Schrottplatz landet - sie wird garantiert an anderer Stelle ein zweites Leben führen, sie ist ja gerade erst einmal 17 Jahre alt. Weiter wird mit der neuen Linienführung auch die Ära der suboptimalen Erschliessung der Rothornseite mit ihren einst so zahlreichen "quer zum Hang" trassierten Seilbahnen mehr oder weniger beendet.

Unbestritten ist natürlich, dass aber mit dem Abbau der Schwarzhornbahn eine der letzten wirklich gemütlichen Ecken des Skigebiets verloren geht. Erstens wäre es dazu aber früher oder später sowieso gekommen, vergleicht man die Erschliessungspolitik im restlichen Gebiet, und zweitens steht der Wegfall dieser Ecke aber auch in keinem Verhältnis zu dem enormen Gewinn, den die ganze Region (und damit meine ich nicht nur die Lenzerheide, sondern ganz Mittelbünden) durch eine Verbindung der beiden Skigebiete Lenzerheide und Arosa erfährt. Man muss bedenken, dass nicht nur die beiden betreffenden Skigebiete davon massiv profitieren werden, sondern auch zahlreiche kleinere Gebiete, wie beispielsweise an erster Stelle sicher Tschiertschen, aber auch Praschier, Brambrüesch etc. Mir sagt die Erschliessung der Hänge auf der Lenzerheide nicht wirklich zu, aber für die Massen zählen eben nun einmal die Anzahl der Pistenkilometer und Förderleistung weitaus mehr als andere Faktoren. Und nur wenn die Massen in die Region gezogen werden, können auch die kleineren Skigebiete mittelfristig überleben. Die Region kann nicht von einheimischen oder nationalen Gästen leben, es braucht Skifahrer aus dem Ausland, die sich durch die Angebote angezogen fühlen. Und gerade in der Südost- und Ostschweiz, wo die (günstigere) Konkurrenz aus Österreich so nahe liegt, muss es ein solches Angebot und Kooperationen zwischen den Skistationen geben, sonst werden sich zuerst die kleineren und dann die grösseren Skigebiete nicht mehr halten können.

Wenn man sich die Bedenken der Gegner ansieht, so stechen grundsätzlich zwei Punkte heraus: Einmal die Thematik der Umweltschutzverbände, dass das Urdental stärker von Variantenfahrern bei einer Zwischenstation auf dem Urdenfürggli frequentiert würde und dadurch geschädigt werden würde, und andererseits das (vermutete) Problem, die Lenzerheide würde von einer Verbindung weniger profitieren als Arosa und lediglich durch mehr Verkehr belastet werden. Während man den ersten Punkt unter "Ansichtssache" abhaken kann, so kann ich den zweiten Punkt absolut nicht nachvollziehen. Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen, die Sturheit von manchem Einheimischen, dem Nachbartal es partout nicht gönnen zu wollen, ein wenig mehr zu profitieren, entzieht sich meinem Verständnis. Ein wenig Weltoffenheit sollte gerade zu Zeiten von Problemen in der Tourismusbranche durch den starken Franken doch angebracht sein. Letztendlich profitieren alle: Einheimische, die lokale Wirtschaft, die umliegenden Skigebiete und zu guter Letzt natürlich auch alle Gäste durch ein vielseitigeres Angebot.

Aber warten wir es nun erst einmal ab, wie es weiter geht. Die erste (und wichtigste) Hürde ist geschafft, nun hängt es von der Finanzierung ab, wie und wann endlich gebaut werden kann. Manch einer wird sich vielleicht wundern, derartige Zustimmung von meiner Seite für "neue" Seilbahnen zu sehen. Doch nur um das klarzustellen: Ich bin und bleibe ein Fan von historischen, untypischen Anlagen und Skigebieten jenseits des Massentourismus. Doch es versteht sich von selbst, dass diese Gebiete heutzutage nur dann erhalten bleiben können, wenn es grosse "Tourismusmotoren" in der Umgebung gibt. Und da durch die Verbindung zwischen der Lenzerheide und Arosa kein wirklich seilbahnhistorischer Schaden zu beklagen ist, ist das natürlich gleich doppelt erfreulich. Ich für meinen Teil hoffe jedenfalls auf einen baldigen Bau der Verbindung und freue mich schon jetzt auf viele weitere schöne Skitage in den umliegenden Gebieten, die viel eher meinem Geschmack entsprechen.
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Stephan » Di, 29.11.2011, 12:37

Hallo zusammen,
der Zeitplan für die Verbindung steht nun.
- 2012: Planung
- Sommer 2013: Bau
- Winter 2013/14: Inbetriebnahme

Quelle: http://lenzerheide-arosa.ch/images/medi ... _arosa.pdf

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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von ProfiSuisse » Sa, 11.02.2012, 16:17

Laut Bahnmitarbeiter gibt es je zwei 4er Sesselbahnen mit Wetterschutzhauben. Wie es mit der Bahn über das Tal auf Hörnli aussieht ist noch nichts bekannt!
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Felix » Sa, 11.02.2012, 23:20

Ist eigentlich schon bekannt, ob die Kette auch im Sommer offen sein wird? Hörnli läuft ja ohnehin, die Sesselbahn Heimberg müsste man noch für Talfahrt umbauen, das ist im Moment ja eine reine Sportbahn.
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Felix » Do, 28.06.2012, 14:46

Es gibt Neuigkeiten auf der Lenzerheide. Die Verbindung mit Arosa wird nun definitiv auf die Wintersaison 2013/2014 realisiert. Die Lenzerheide Bergbahnen erstellen im Anschluss an die Sesselbahn Heimberg zwei Sektion 6er Sesselbahn mit Haube via Mottahütte zum Urdenfürggli, wobei die Garagierung in der Mittelstation erfolgt. Von Churwalden wird zum Heidbühl eine 8er Kabinenbahn erstellt, die die heutige 3er Sesselbahn ersetzt und so den Haupteinstieg für Tagesgäste in das Skigebiet ermöglicht. Alle drei Anlagen werden von Garaventa erstellt. Bartholet baut in Parpan eine fix geklemmte Vierersesselbahn als Verbindungsanlage zwischen den beiden Talseiten, sodass man dann auch auf offiziellem Weg ohne Laufen von der Ost- zur Westseite wechseln kann. Das spannendste Geheimnis ist aber immer noch nicht gelüftet, nämlich der Bahntyp der eigentlichen Verbindungsanlage zwischen dem Urdenfürggli und dem Hörnli.

Mit der Planung im Bereich Churwalden / Parpan kann ich mich durchaus anfreunden. Das neue Einstiegsportal in Churwalden wird den Ort in seiner strategischen Bedeutung für die Region massiv aufwerten und es ist zu hoffen, dass auf diese Weise auch das Skigebiet Pradaschier wieder mehr Gäste verzeichnen kann. Ebenfalls ist die Verbindungsanlage in Parpan Gold wert, dass es jetzt ausgerechnet eine fix geklemmte Vierersesselbahn wird, naja, immer noch besser als nichts. Auf dieser Länge ist der Bahntyp gerade noch erträglich.

Die Verbindung nach Arosa selbst beurteile ich jedoch etwas kritischer. Dass man eine durchgehende Sesselbahnkette bis zum Urdenfürggli plant, ist durchaus verständlich und auch sicher sehr nützlich. 6er Sesselbahnen halte ich auf dieser Strecke allerdings für völlig überdimensioniert, insbesondere deswegen, weil man mehr oder weniger parallel bereits eine Bahn dieses Typs besitzt. Die Weisshorn-Sesselbahn wird bei der neuen Sesselbahnkette etwas verloren in der Landschaft herumstehen. Als Zubringer von der Lenzerheide Richtung Arosa benötigt man sie zwingend, jedoch erreicht man die Verbindung nur über die steile Mottapiste. Die beiden einzigen Möglichkeiten, ohne die Mottapiste von der Lenzerheide nach Arosa zu gelangen, sind via Weisshornbahn, Weisshornmulde und der geplanten 6er Sesselbahn Heimberg-Motta oder aber direkte Abfahrt nach Parpan und dann die drei Sektionen Sesselbahn zum Urdenfürggli. Insbesondere die zweite Sektion Heimberg-Motta ist für meine Begriffe eine einzige Fehlplanung. Sinnvoll wäre sie nur dann, wenn man die Talstation von der Station Scharmoin aus erreichen könnte. Hierzu wäre allerdings der Bau eines Ziehwegs von der Bergstation des Scharmoin-Skilifts Richtung Heimberg notwendig (und der Lift ist heute schon völlig überlastet).
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Viderjoch » Do, 28.06.2012, 20:40

Wow, vielen Dank für diese Infos!
Habe ich es Richtig verstanden, es entsteht eine durchgehende Sesselbahn mit Mittelstation (nur mit Aussteige-Möglichkeit oder gar nur Winkelstation?) wie die Blauseebahn auf der Bettmeralp oder sind es zwei voneinander völlig unabhängige Sesselbahnanlagen? Die Wahl der 6er Sesselbahn wird vermutlich aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen gefallen sein. Weniger Sessel für gleiche Kapazität wie eine 4er mit vielen Sessel (geringere Unterhaltskosten). Siehe auch Weisshorn-Speed mit (lächerlichen) 1800 P/h.

Die Verbindung erachte ich als optimale Lösung. Ich gehe davon aus dass die 4er Sesselbahn in beiden Richtungen benutzt wird und somit die Pistenabfahrt durch den Gärten im Dorf zur Heimbergbahn entfällt (Auch wenn ich diese noch ganz cool fand).

Die Verbindungsbahn Urdenfürggli-Hörnli baut die Arosa Bergbahnen AG. Evtl. müsste man bei Ihnen nachbohren für präzise Infos.

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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Königsspitze » Do, 28.06.2012, 23:29

Das sind mal gute Infos, besonders der Bau der Gondelbahn Chruwalden-Heidbühl. Endlich bekommt die Westseite einen richtigen Zubringer ins Gebiet...war höchstens Zeit!

Betreffend Verbindung: endlich geht's vorwärts. Bei mir bleibt das gesamte Konzept aber eher fragwürdig, besonders was den Anlagentyp angeht. Wieso bauen sie eigentlich Sesselbahnen? Eine Kabinenbahn würde sofern reichen und würde für ein eventuelles Sommer Angebot nur Vorteile darstellen (Rollstuhl, Kinderwagen, usw). Das Problem liegt dann bei der KSB4 "Heimberg" aber eine Anpassung dieser Anlage als Kabinenbahn ist immer noch möglich.

Die Sommersaison wird sich in den nächsten Jahren immer weiter entwickeln...und dann kann man Winterplanungen schnell bereuen.

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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Felix » Fr, 29.06.2012, 14:39

Die Abfahrt durch den Ort zur Talstation Heimberg wird nach meinem Wissen erhalten bleiben, allein schon wegen den Anwohnern entlang der Piste, für diese ist es dann auch möglich, mit der neuen Anlage Richtung Westseite zu gelangen. Allerdings wird die Bahn sicher auch in beide Richtungen benutzbar sein, gerade im Frühjahr ist das nämlich Gold wert, wenn der Schnee im Dorf langsam zu Neige geht.

Was die Bahn Urdenfürggli-Hörnli angeht, da steht scheinbar immer noch nicht genau fest, welcher Bahntyp gebaut werden soll. Ich habe die Informationen aus der Lokalzeitung "Novitats" entnommen und im dortigen Bericht war lediglich die Rede von der Bahn selbst, aber nicht von einem konkreten Bahntyp.

Das Erschliessungskonzept auf der Ostseite war ja noch nie so wirklich schlüssig. Relativ viele Bahnen erschliessen quer zum Hang die Pisten; auch die Sesselbahn Weisshorn ist für mich auch zum jetzigen Zeitpunkt schon etwas unglücklich platziert. Mit der neuen Kette nach Arosa verschärft sich die Situation noch mehr. Drei Sektionen von Parpan zum Urdenfürggli wären zwar optimal, jedoch liegt die Bergstation Heimberg so ungünstig, dass die zweite Sektion wieder ähnlich quer trassiert werden muss wie der Skilift Weisshorn 2, es geht quasi im Zickzack den Berg hinauf. Auch im Hinblick auf die Weltcupabfahrt wäre es seinerzeit um Längen cleverer gewesen, die Sesselbahn Heimberg direkt zur Mottahütte zu bauen, von dort zwei Achsen Richtung Urdenfürggli/Schwarzhorn und zur jetzigen Bergstation Weisshorn zu erstellen und schliesslich die derzeitige 6er Sesselbahn Weisshorn weiter nach rechts zu verlegen. So hätte gleich noch den Skilift Scharmoin mit ersetzen können und das gesamte Gelände wäre optimal erschlossen gewesen.

Nun rächt es sich aber, dass man damals nicht im Hinblick auf die Verbindung geplant hat. Jetzt muss man eben sehen, was man aus der heutigen Situation macht. Die Lösung mit den Sesselbahnen halte ich nicht für optimal. Gerade die Sesselbahn Heimberg ist irgendwie ein Dorn im Auge, sie besitzt heute nicht einmal eine Möglichkeit zur Talfahrt (ist eine reine Sportbahn) und passt nicht so recht zur geplanten Sektion zwei und drei. Das dürfte auch der Hauptgrund dafür sein, dass man keine Kabinenbahnen baut (wobei die Sessel auch angenehmer für Wiederholungsfahrten sind). Einen Durchfahrbetrieb kann ich mir bei den beiden neuen Sesselbahnen nicht vorstellen, da die mittlere Sektion vermutlich weit weniger frequentiert werden wird als die dritte, da sie sich kaum für Wiederholungsfahrten eignet (diese würde dann eher die Weisshornbahn übernehmen). Die dritte Sektion bedient hingegen auch noch die Schwarzhornabfahrt (die Sesselbahn dort fällt bekanntlich weg).
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von bündner » Mi, 04.07.2012, 16:46

Die Verbindungsbahn wird eine 150-PB von Steurer. Die beiden Kabinen werden unabhängig von einander sein, jede Fahrspur hat also eine eigene Seilschlaufe und einen eigenen Motor. Dies aus energetischen Gründen.
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Schöditaz » Mi, 04.07.2012, 18:11

:shock: 150-PB von Stuerer! Boah, das wird ja etwas geben. Die Bahn wird ja von den Arosern gebaut, und die berücksichtigen oft die kleinen Hersteller, gut so!

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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von bündner » Mi, 04.07.2012, 18:53

Ja, das gibt wirklich etwas. Die höchste Auslastung wird die Bahn wohl morgens nach Arosa und nachmittigs zur Lenzerheide haben, aber irgendwie scheint mir eine 150-PB gar überdimensioniert. Immerhin kann man auch nur mit einer Kabine fahren.
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Viderjoch » Mi, 04.07.2012, 19:33

spfelsberg hat geschrieben:Die Verbindungsbahn wird eine 150-PB von Steurer. Die beiden Kabinen werden unabhängig von einander sein, jede Fahrspur hat also eine eigene Seilschlaufe und einen eigenen Motor. Dies aus energetischen Gründen.
Kann man das irgendwo nachlesen, oder weisst du es aus sicherer Quelle?

Die wahl dieses Systems macht aber auch Sinn. So ist eine Verbindung immer gewährleistet falls mal eine der beiden Anlagen eine Panne hat (stromausfall ausgenommen, aber da würde eh nix mehr gehen ;-) ). Stellt euch vor wenn Abends um 15.30 die Verbindung gekappt ist :D

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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von bündner » Mi, 04.07.2012, 19:39

Viderjoch hat geschrieben:
spfelsberg hat geschrieben:Die Verbindungsbahn wird eine 150-PB von Steurer. Die beiden Kabinen werden unabhängig von einander sein, jede Fahrspur hat also eine eigene Seilschlaufe und einen eigenen Motor. Dies aus energetischen Gründen.
Kann man das irgendwo nachlesen, oder weisst du es aus sicherer Quelle?
Ich weiss es vom Technischer Leiter der Bergbahnen Arosa, ich würde schon sagen dass das eine sichere Quelle ist. :wink:
Viderjoch hat geschrieben: Stellt euch vor wenn Abends um 15.30 die Verbindung gekappt ist :D
Die RhB würde es freuen, endlich mal wieder Leute im Winter in der Arosabahn... :lol:
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Samuel » Mi, 04.07.2012, 21:39

Trotzdem ein bischen schade, dass man es nicht geschafft hat die beiden Gebiete mit Pisten zu verbinden. Eine Verbindungsbahn wirkt auch gar ideenlos.
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von bündner » Mi, 04.07.2012, 22:25

Aus Naturschutzgründen ist das halt nicht möglich, verstehe ich auch. Ich wäre für den Kompromiss keine Bahn ins Urdental, dafür von beiden Seiten Pisten nach Tschiertschen und dann eine Bahn von Parpan aufs Churer Joch. Damit könnte man auch gleich die Schlittelbahn in Parpan erschliessen.
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Re: Verbindung zwischen Arosa und Lenzerheide

Beitrag von Raffi » Do, 05.07.2012, 09:43

Viderjoch hat geschrieben:
spfelsberg hat geschrieben:Die Verbindungsbahn wird eine 150-PB von Steurer. Die beiden Kabinen werden unabhängig von einander sein, jede Fahrspur hat also eine eigene Seilschlaufe und einen eigenen Motor. Dies aus energetischen Gründen.
Kann man das irgendwo nachlesen, oder weisst du es aus sicherer Quelle?

Die wahl dieses Systems macht aber auch Sinn. So ist eine Verbindung immer gewährleistet falls mal eine der beiden Anlagen eine Panne hat (stromausfall ausgenommen, aber da würde eh nix mehr gehen ;-) ). Stellt euch vor wenn Abends um 15.30 die Verbindung gekappt ist :D

Wenn ich die Beschreibung der Anlage mir ansehe, kann ich nur sagen: Der "Vanoise-Express der Schweiz". :springen: :springen: :ja: :D

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