Kandersteg, Adelboden, Erlenbach • 24.-25. Juli 2005

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Felix
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Kandersteg, Adelboden, Erlenbach • 24.-25. Juli 2005

Beitrag von Felix » Mi, 29.07.2015, 23:12

Kandersteg, Adelboden, Erlenbach • 24.-25. Juli 2005

Nach dem regnerischen Vormittag in Leukerbad liessen wir das Wallis hinter uns und fuhren mithilfe des Autoverlads am Lötschberg ins Berner Oberland. Genau genommen erwartete uns unser nächstes Ziel bereits kurze Zeit nachdem wir den Zug verlassen hatten - die Seitwärtsesselbahn zum Oeschinensee. Es sollte eine Premiere für mich werden, denn eine derartige Anlage war ich bis dato nie gefahren. Schon im Sommer 2005 war es die vorletzte Anlage dieses Typs in der Schweiz, die noch in Betrieb war. Die andere, die Sesselbahn am Weissenstein, sollte am Ende der Sommertour noch folgen.

Doch bevor wir uns auf den Weg zur Sesselbahn am Oeschinensee machten, ging es zunächst noch zu zwei weiteren Seilbahnen in Kandersteg - die Luftseilbahnen zur Allmenalp und zum Sunnbühl wollten ebenfalls fotografiert werden. Da der Regen das Berner Oberland noch nicht erreicht hatte, konnten wir die Fahrt trotz Wolken noch geniessen. Bei der anschliessenden Wanderung zum See und zurück ins Tal öffnete der Himmel dagegen wie schon in Leukerbad seine Schleusen. Immerhin stimmte uns die Prognose für die folgenden Tage positiv.

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Die Luftseilbahn zur Allmenalp, meine erste wirkliche klassische Kleinpendelbahn, die ich zu Gesicht bekam.

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Auch die Luftseilbahn zum Sunnbüel wurde begutachtet, auf dem Programm stand aber eine ganz andere Seilbahn auf der gegenüberliegenden Talseite.

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Die altehrwürdige Seitwärtssesselbahn zum Oeschinensee, für mich eine Premiere.

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Impressionen von der Bergfahrt zum Oeschinensee. Entgegen unserer Hoffnung spielte das Wetter leider nicht mit, sodass es bei unserer anschließenden Wanderung zu regnen begann.

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Blick hinab nach Kandersteg, rechts die Sommerrodelbahn.

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Ziel unserer Wanderung stellten neben dem Oeschinensee die beiden kurzen Schlepplifte dar, die gemeinsam mit der Sesselbahn ein kleines Skigebiet bildeten. Im Gegensatz zu letzterer sind sie heute noch immer in Betrieb.

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Trotz des anhaltenden Regens setzten wir unsere Wanderung wie geplant entlang der Sesselbahn bis ins Tal fort.

Noch am Abend setzten wir unsere Reise nach Adelboden fort, wo es am nächsten Vormittag auf die Engstligenalp gehen sollte. Einige interessante Anlagen liessen wir am Wegrand zurück, es waren einfach zu viele sehenswerte Ziele, die in einer Woche unmöglich alle zu besuchen gewesen wären. So erfreute ich mich an den technisch sehr speziellen Schleppliften auf der Engstligenalp. Doch am Nachmittag sollte es im Simmental noch eine wesentlich interessantere Entdeckung geben. Bei der Stockhornbahn war das Personal so freundlich, mir einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. So durfte ich nach Crans-Montana zum zweiten Mal die Antriebstechnik einer grossen Seilbahnanlage bestaunen. Diesmal sollten es sogar gleich zwei Luftseilbahnen sein, die beiden Sektionen von Erlenbach via Chrindi auf das Stockhorn. 2005 weilten dort auch noch zwei Schlepplifte am Lasenberg. Im Jahr zuvor stillgelegt waren die Lifte noch vollständig erhalten, sodass ich mir trotz aufziehender Gewitterwolken eine kleine Wanderung zur interessanten Zwirbelkurve des längeren Schlepplifts nicht entgehen liess.

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Am nächsten Morgen erwarteten uns in Adelboden deutlich bessere Wetterverhältnisse. Der Regen war verschwunden, doch nicht so der Schlepplift am Chüenisbärgli. Der Habegger-Schlepplift, der sogar noch eine Stütze des Vorgängers von Sameli-Huber besass, wurde im Sommer 2005 durch eine neue Sesselbahn ersetzt. Obwohl man Ende Juli noch gar nicht mit den Bauarbeiten begonnen hatte, wurde die Anlage aber später doch noch rechtzeitig zum Start der Wintersaison fertig.

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Unser eigentliches Tagesziel war dagegen die Engstligenalp mit ihren beiden interessanten Luftseilbahnen.

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Höhepunkt in technischer Hinsicht stellte selbstverständlich die flache Verbindungsanlage zu den restlichen Schleppliften dar, ein Habegger-Schlepplift mit inmittierter Seilführung.

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Doch auch die beiden Dossen-Schlepplifte mit ihren zahlreichen Kurven waren einen Besuch wert, auch wenn es im Winter zweifelsohne spannender gewesen wäre.

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Auf dem Weg nach Erlenbach im Simmental zogen bereits wieder die ersten Quellwolken auf und als wir die Talstation der Stockhornbahn erreichten, ging gerade ein gewaltiger Schutt nieder. Doch das hinderte uns nicht an einer Bergfahrt, denn schon bald schaute die Sonne wieder zwischen den Wolken hervor.

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Unterwegs zur Mittelstation Chrindi.

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Bevor der Weg zur Bergstation angetreten wurde, folgte auf Chrindi noch eine kurze Besichtigung der "Innereien" der Luftseilbahnen.

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Impressionen von der Technik der beiden Luftseilbahnen aus dem Hause Von Roll.

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Auf dem Weg zur Bergstation traf uns das nächste Gewitter.

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Daher ging es zunächst einmal wieder ins Innere der Station, in diesem Fall zum Spannschacht der zweiten Sektion auf dem Stockhorngipfel.

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Ein Tiefblick auf das Berner Mittelland durch die "Stockhornaugen" durfte natürlich nicht fehlen.

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Wieder auf der Mittelstation angelangt schien auch die Sonne wieder. So entschloss ich mich, noch schnell den beiden Schleppliften am Lasenberg einen Besuch abzustatten. Damals waren sie gerade einmal ein Jahr ausser Betrieb, heute sind sie schon seit vielen Jahren nur noch in den Erinnerungen präsent.

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Der kurze TTC-Schlepplift mit Kurve wurde allerdings in der Zentralschweiz wieder aufgestellt.

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Auch auf dem Stockhorngipfel präsentierte sich das Wetter später von seiner besten Seite.

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An der Zwirbelkurve des Bühler-Schlepplifts auf den Lasenberg angekommen kehrte ich nach einer kurzen Fotopause wieder zurück zur Mittelstation.

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Talfahrt nach Erlenbach.

Nächster Bericht: Jungfrauregion & Axalp • 26.-27. Juli 2005
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Hallenbad
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Re: Kandersteg, Adelboden, Erlenbach • 24.-25. Juli 2005

Beitrag von Hallenbad » Sa, 21.10.2017, 23:14

Adelboden ist auch wirklich eine tolle Gegend, echt super Bericht. Die Fotos sind so schön!
Wir waren ja vor Jahren mal dort wandern, aber da hat es so geregnet, dass wir dann in einem Hallenbad in Adelboden den Tag verbracht haben ...

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