Davos-Parsenn • 24. März 2005

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Felix
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Davos-Parsenn • 24. März 2005

Beitrag von Felix » Di, 24.03.2015, 20:40

Davos-Parsenn • 24. März 2005

Nur drei Tage nach dem Ausflug nach Flims-Laax-Falera ging es nach Davos, genauer gesagt in das Skigebiet, das sich zwischen der Parsenn und dem Gotschnagrat erstreckt, welcher wiederum von Klosters aus über zwei Sektionen Luftseilbahn erschlossen wird. Mit der gerade drei Jahre zuvor vollkommen neu erstellten Standseilbahn folgte - dank in Davos gültiger Saisonkarte von der Lenzerheide - nach dem Passieren der langen Warteschlange an den Kassen eine schnelle Bergfahrt zum Höhenweg. Hier hätten wir bereits die Möglichkeit gehabt, die Ski anzuschnallen und mit der Sesselbahn im Dorftälli das Weissfluhjoch zu erreichen, doch wir entschieden uns für eine Fahrt mit der parallel verlaufenden zweiten Sektion Standseilbahn. Nunja - parallel ist relativ, denn dank ihrer vielen Kurven und Bögen kreuzen sich die Wege der Standseil- und Sesselbahn auf dem Weg zum Joch gleich mehrmals. Auf der Strecke der zweiten Sektion verkehrten 2005 noch die alten Wagen vor der Sanierung, die einige Jahre später folgen sollte.

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Talstation der Sechsersesselbahn Dorftälli neben der Mittelstation der Standseilbahn.

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Sesselbahn Dorftälli, die einen der zahlreichen Garaventa-Kurvenskilifte hier auf der Parsenn ersetzte.

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Ein misslungener Versuch, zwei Seilbahnanlagen auf einem Foto zu vereinen. Unten die Bergstation des Schlepplifts Hauptertälli, darüber thront die stützenlose Luftseilbahn zum Weissfluhgipfel.

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Schon anno 2005 drehte sich an dieser Bahn keine einzige Rolle mehr - die Verbindungsbahn zum Strelapass im Gebiet der Schatzalp war auch schon zu diesem Zeitpunkt wie der Rest des Gebiets stillgelegt. Heute sind bekanntlich immerhin wieder zwei Bahnen auf der Schatzalp für den Skibetrieb geöffnet, der "Silbervogel", wie die Bahn dank ihrer Kabinen im Volksmund genannt wurde, vegetiert aber auch heute noch dahin.

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So setzten wir unsere Fahrt mit dem Schlepplift Hauptertäli fort. Unübersehbar handelt es sich dabei um eine Garaventa-Konstruktion. Zwei Kurven besitzt der Schlepplift auf der Bergseite und verläuft daher in Form eines Vierecks. Damals wie heute ist es der vorletzte der einst zahlreichen Kurvenschlepplifte auf der Parsenn.

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Auf der Piste Richtung Parsennhütte mit der gleichnamigen Luftseilbahn darüber.

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Die gleiche Anlage von der Parsennhütte aus betrachtet. Schon 2005 wurde sie von der Sesselbahn Totalp faktisch gedoppelt, die an jenem Tag sichtbar gut ausgelastet war. Quer durch das Bild verlaufen die beiden Furka-Schlepplifte, über deren Ersatz durch eine Sesselbahn schon damals spekuliert wurde. Passiert ist hier bekanntlich bis heute nichts.

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Über die Sesselbahn Gruobenalp ging es hinüber zur Schwarzseealp. Ein Garaventa-Kompaktexpress erwartete uns hier, der interessanterweise zum Teil die Stützenschäfte des Vorgängers weiterverwendet.

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Als seilbahntechnisch weitaus spannender stellte sich allerdings die Schiferbahn heraus. Eine endlos erscheinende Kabinenbahn der Firma Von Roll in zwei Sektionen erschliesst den nordwestlichen Sektor des Skigebiets und führt bis hinauf zum Weissfluhjoch.

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Aus luftiger Höhe genossen wir seinerzeit unter anderem auch den Blick auf die Sesselbahn Meierhoftäli.

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Nachdem wir uns lange Zeit an der Schiferbahn aufhielten und auch einen wenig lohnenden Abstecher über die Talabfahrt nach Klosters hinter uns gebracht hatten, war es am Nachmittag an der Zeit, auch den verbliebenen Anlagen noch einen Besuch abzustatten. Hier in Form des Schlepplifts Seetäli, dem letzten auf der Parsenn, der eine Zwirbelkurve besitzt.

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Die angesprochene Kurve in der Garaventa-typischen Ausführung. Leider hatte sich das Wetter im Lauf des Tages stark verschlechtert.

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Der Schlepplift Seetäli mit dem obersten, steilen Streckenteil.

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Die beiden Schlepplifte an der Furka.

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Unterwegs auf der Sesselbahn Totalp zurück zum Weissfluhjoch bei einer mystischen Stimmung.

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Eine herrliche Verkabelung ragt aus dieser Perspektive in den Himmel. Links die Sesselbahn Totalp, daneben die Luftseilbahnen Parsennhütte und Totalp-Weissfluhjoch, die Schiferbahn und ganz zuhinterst die Bahn auf den Weissfluhgipfel. Die kurze Verbindungsbahn zum Weissfluhjoch ist die einzige aus dieser Reihe, die heute nicht mehr existiert.

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Auf der Talabfahrt nach Davos.

Nächster Bericht: Davos-Jakobshorn • 01. April 2005
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Schöditaz
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Re: Davos-Parsenn • 24. März 2005

Beitrag von Schöditaz » Mi, 25.03.2015, 22:06

Vielen Dank für diesen Bericht aus meinem Stamm-Skigebiet. Viel verändert hat sich seither wirklich nicht. Die schöne alte 2. Sektion Parsennbahn wurde total umgebaut und der Jochexpress gestrichen. Zwei wenig erfreuliche Sachen.
Wo ich aber einen Unterschied entdeckte: Die Sessel und die Schiferbahn-Gondeln sind heute ohne Werbung unterwegs :)
Felix hat geschrieben:Schon anno 2005 drehte sich an dieser Bahn keine einzige Rolle mehr - die Verbindungsbahn zum Strelapass im Gebiet der Schatzalp war auch schon zu diesem Zeitpunkt wie der Rest des Gebiets stillgelegt. Heute sind bekanntlich immerhin wieder zwei Bahnen auf der Schatzalp für den Skibetrieb geöffnet, der "Silbervogel", wie die Bahn dank ihrer Kabinen im Volksmund genannt wurde, vegetiert aber auch heute noch dahin.
Es tut sich zur Zeit etwas in dieser Sache. Im Moment kann ich aber nicht mehr dazu sagen.

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Re: Davos-Parsenn • 24. März 2005

Beitrag von Freerideski » Di, 31.03.2015, 16:50

Hierzu würde mich die Meinung von User salvi11 interessieren :!:

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