Seilbahnlexikon - Herstellerverzeichnis

De Pretis

Allgemeine Informationen
Name
De Pretis

Land
A

Gründungsjahr

Andreas de Pretis aus Villach erstellte in Österreich, insbesondere rund um seinen Firmenstandort im Bundesland Kärnten, zahlreiche Schlepplifte und fixe Sesselbahnen. Anfang der 60er Jahre begann de Pretis mit dem Bau der ersten Einersesselbahnen, welche in Bad Kleinkirchheim aufgestellt wurden. Schon bald begann die kleine Kärntner Firma auch mit dem Bau von Zweiersesselbahnen. Ein besonders ausgefallenes Exemplar befindet sich an der Goldeck, dem Hausberg von Spittal an der Drau. Die dortige Sesselbahn, noch heute mit den kultigen, in Österreich noch zugelassenen Seitwärtsschliessbügeln ausgestattet, besitzt zwei Kurven nach dem System der Schweizer Firma Baco. In Kürze soll diese Bahn jedoch einer Standardkabinenbahn weichen.

Während die Sesselbahnen weitgehend eigene Konstruktionen aufwiesen, so waren die Schlepplifte sehr an die Doppelmayr-Bauweise angelehnt. Zwar unterschieden sich die Lifte in Stützen und Stationen etwas vom grossen österreichischen Bruder, die Gehänge stammten aber von den selben Zulieferern wie bei Doppelmayr. Anfang der 90er Jahre stieg de Pretis auch in den Bau von kuppelbaren Bahnen ein. Eine solche Bahn, die mit lizenzierter Girak-Kuppeltechnik ausgestattet ist, befindet sich heute noch am Katschberg (Foto der Anlage).

Seit Beginn des neuen Jahrtausends ist de Pretis nicht mehr im Seilbahnbau tätig. Man findet aber heute noch zahlreiche Schlepplift- und Sesselbahnexemplare dieser Firma in Kärnten.