Seilbahnlexikon - Herstellerverzeichnis

Schätti

Allgemeine Informationen
Name
Schätti

Land
CH

Gründungsjahr
1997

Nach dem Tod von Mathias Streiff übernahm die Firma Albert Schätti, die schon seit Beginn der 60er Jahre im Bau von Materialseilbahnen tätig war, die Patente und sämtliche Aktivitäten des Traditionsherstellers aus dem Kanton Glarus. Fortan agierte die weiterhin eigenständige Firma unter dem Namen Inauen-Schätti. 2002 kam es zu einer Fusion der bis dato separaten Gesellschaften Schätti und Inauen-Schätti.

Noch vor der Übernahme durch Inauen-Schätti war Streiff in den Bau zweier grosser Seilbahnanlagen am Beatenberg sowie am Monte Lema involviert, die unter Inauen-Schätti erfolgreich vollendet wurden. In der Folge stieg die Firma allerdings aus dem Geschäft der Gruppenbahnen sowie Sesselbahnen, die zuvor zu den Spezialitäten Streiffs gehörten, aus und widmete sich fortan insbesondere dem Bau von Pendelbahnen. Bis heute hat die Firma in der Schweiz rund ein Dutzend derartiger Anlagen mit Streiffscher Technik dem Betrieb übergeben können. Neben diesen Anlagen ist Inauen-Schätti auch in der Sanierung von Anlagen tätig, speziell bei Pendelbahnen, aber auch bei einigen Schleppliften war Schätti bei Umbauten beteiligt. So entstand Ende der 90er Jahre ein Occasionslift in Vals, bei dem viele Komponenten von der Glarner Firma stammten. Ebenso zählt der Bau von Seilzügen, Montagebahnen und Hängekonstruktionen zu den Aktivitäten der in Schwanden ansässigen Firma.

Neben den eigenen Technologien ist Inauen-Schätti aber auch Anlaufstelle für Umlaufbahnen, die von der Doppelmayr-Gruppe in der Schweiz verkauft werden. Inauen-Schätti ist dabei vor allem für die Montage der Anlagen verantwortlich. Im Jahr 2005 übernahm die Firma den in Dallenwil ansässigen Traditionshersteller Niederberger, die mit ihrem Wissen im Bereich von Schrägaufzügen und Kleinseilbahnen eine deutliche Erweiterung des Geschäftsfelds ermöglichten.

Gerade in jüngerer Vergangenheit konnte die Firma speziell im Glarnerland und in näherer Umgebung wieder viele Pendelbahnen erstellen. 2006 wurde eine Pendelbahn von Rhäzüns nach Feldis in Graubünden erstellt, die mit speziellen windsicheren Kabinen von CWA ausgestattet ist. 2009 und 2010 erstellte die Firma zwei Kleinpendelbahnen in Elm und in Ennenda im Kanton Glarus. Zum grössten Projekt der noch vergleichsweise kurzen Firmengeschichte zählt der Bau der beiden Schwerlastpendelbahnen oberhalb von Linthal, die zum Bau eines Stausees verwendet werden. Mit dem Bau der Anlagen mit je 40 Tonnen Nutzlast wurde 2008 begonnen, die beiden Sektionen wurden 2009 bzw. 2010 eröffnet.



Verweise