Seilbahnlexikon - Herstellerverzeichnis

Vogler

Allgemeine Informationen
Name
Vogler

Land
CH

Gründungsjahr

Der Konstrukteur Heinrich Vogler entwickelte nach dem zweiten Weltkrieg ein sehr leichtes Tellerliftsystem. Ähnlich wie beim System Constam waren die Teller mit ausziehbaren Seilen am umlaufenden Förderseil mit einer Klemme fixiert. Die Klemmen waren beweglich am Förderseil angebracht und hatten einen Spielraum zwischen zwei Noppen. In der Talstation hatten die Gehänge auf diese Weise stets einen kurzen Stillstand, der dem Fahrgast einen unkomplizierten Einstieg ermöglichte. Im Gegensatz zu den Constam-Schleppliften war die Vogler-Konstruktion viel leichter aufgebaut, die Lifte waren in der Regel portabel ausgeführt, sodass man sie schnell und einfach versetzen und im Sommer abbauen konnte. Zwar eigneten sich diese Lifte damit naturgemäss nicht für grosse Strecken, waren aber erheblich günstiger als die grossen Schlepplifte von Constam und fanden so zahlreiche Abnehmer in der ganzen Schweiz. Vogler baute seine Lifte jedoch nicht selbst, sondern vergab Lizenzen an andere Hersteller, unter anderem an später herausragende Schweizer Seilbahnhersteller wie Baco oder Brändle, die mit den Liften den Einstieg in das Schleppliftgeschäft fanden.

Lange hatten die Vogler-Schlepplifte jedoch nicht Bestand, die letzten dürften bereits in den 60er Jahren wieder verschwunden sein. Die filigranen Konstruktionen wurden in der Regel sehr schnell durch robustere Anlagen diverser Hersteller in der aufblühenden Wirtschaftsepoche nach dem zweiten Weltkrieg ersetzt.



Verweise